Die espero-Autor*innen

Wenn Du ebenfalls als Autorin oder Autor die undogmatisch-libertäre Zeitschrift  espero unterstützen möchtest, dann findest Du auf dieser Seite weiterführende Infos. Folgende Autor*innen haben  bereits Beiträge für espero verfasst: 

 

David R. Graeber (1961-2020) war Professor für Anthropologie und lehrte bis Juni 2007 an der Yale University (Connecticut), bis sein Vertrag trotz einer weltweiten Solidaritätskampagne nicht verlängert wurde. Danach lehrte Graeber bis 2013 am Goldsmith-College in London und übernahm anschließend eine Lehrstelle am Fachbereich für Anthropologie an der London School of Economics.

Graeber verstand sich als Anarchist und er war als solcher insbesondere im angloamerikanischen Raum politisch aktiv. So beteiligte er sich 2002 an den Protesten gegen das Weltwirtschaftsforum in New York City, und er gehörte 2011 zu den Mitbegründern der internationalen Occupy-Bewegung. Zudem war er Mitglied der libertär-unionistischen Gewerkschaft Industrial Workers of the World und der 2012 gegründeten Internationalen Organisation für eine Partizipatorische Gesellschaft, die für kollektive Selbstverwaltung, Egalitarismus, Solidarität, Diversität, ökologische Verantwortung und Internationalismus eintritt.

International bekannt wurde David Graeber vor allem durch seine Bücher, insbesondere durch seinen 2011 veröffentlichten Weltbestseller Schulden - Die ersten 5000 Jahre, mit dem er vor dem Hintergrund der globalen Finanzkrise eine grundsätzliche und damit systemkritische Studie über das Wesen von Geld und Kredit vorgelegt hat. Auch seine in den Folgejahren veröffentlichten Bücher, wie Inside Occupy (2012), Bürokratie – Die Utopie der Regeln (2016) und Bullshit-Jobs - Vom wahren Sinn der Arbeit (2018), wurden internationale Bestseller.

David Graeber ist am 2. September 2020 im Alter von 59 Jahren auf einer Urlaubsreise in Venedig gestorben.


Gerald Grüneklee ist in Göttingen aufgewachsen, gelernter Einzelhandelskaufmann, ungelernter Jobber in diversen Bereichen, gegenwärtig Sozialpädagoge, Buchhändler und „freier“ Autor. 


Markus Henning, geb. 1963. Soziologe und Dipl.-Kaufmann. War in Berlin im Libertären Forum und bei der Bibliothek der Freien aktiv. Lebt seit 2014 in Frankfurt am Main. Ist Hausmann, liest gerne Bücher, interessiert sich für Philosophie, Anarchismus und Freiwirtschaft.


Ewgeniy Kasakow, geb. in Moskau, promovierte im Jahr 2017 an der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen zum Thema Oppositionsmodelle in der späten Sowjetunion. Im Anschluss war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Center for Comparative History and Political Studies (CCHPS) an der Universität Perm (Russland) tätig. Heute ist Kasakow als wissenschaftlicher Kurator beim Deutschen Auswandererhaus in Bremerhaven tätig. Veröffentlichungn u.a. in: konkret, Novyj Svet, Neprikosnovennij Zapas, testcard, kultura – Russland-Kulturanalysen, Voprosy istorii, Gai Dào, Svobodnaja Mysl, JahrBuch für Forschungen zur Geschichte der Arbeiterbewegung, Grundrisse, Stanford Post-Soviet Post, Spilne, Zonic, Phase 2, Prokla, Neues Deutschland, Jungle World, analyse & kritik, Zeitschrift für Politische Theorie, Sozial.Geschichte Online, The New Past und nun auch in espero.


Jochen Knoblauch,  geboren und aufgewachsen in West-Berlin. Diverse Jobs. Seit ca. 1990 neben diversen Lohntätigkeiten Mitarbeit an verschiedenen Zeitschriften (espero, Contraste, GWR) und Herausgeber diverser Buch- und Broschürentitel.


Stephan Krall, geboren 1954 in Hamburg. Dort Studium der Biologie. Promotion an der Humboldt-Universität zu Berlin mit einer Arbeit über Schädlinge an Perlhirse in Niger (Westafrika). 38 Jahre beruflich tätig in der Entwicklungszusammenarbeit ("Entwicklungshilfe"), davon acht Jahre in Togo und Benin. Seit Januar 2020 in Ruhestand. In den 1970er Jahren aktiv in der anarchistischen und Umweltbewegung, u. a. mit der Herausgabe von Zeitschriften. Von 1989 bis 2019 aktiv als Gewerkschafter der ötv und ver.di. Unter anderem stellvertretender Betriebsratsvorsitzender, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender, und fast 30 Jahre Mitglied der Tarifkommission. Zahlreiche Veröffentlichungen zu wissenschaftlichen und politischen (anarchistischen) Themen.


Pjotr Alexejewitsch Kropotkin, geb. 1842 in Moskau, war Geograph, Revolutionär und einer der einflussreichsten Theoretiker des kommunistischen Anarchismus. 1874 Verhaftung aus politischen Gründen, 1876 Flucht nach England. 1901 Einladung vom Lowell-Instituts in Boston für eine Vortragsreihe über russische Literatur. Rückkehr nach Russland nach Ende der Revolution 1917. Kropotkin verstarb 1921 in 8. Februar 1921, Dimitrov (in der Nähe von Moskau).


Max Nettlau (1865-1944) wurde international vor allem als Historiker bekannt, der sich auf die Geschichte des modernen Anarchismus spezialisiert hatte. Sein historiografisches Hauptwerk ist die ab 1925 erschienene Geschichte der Anarchie. Mit dem auf sieben Bände angelegten Werk, von dem zu Lebzeiten des Autors nur die ersten drei Bände erschienen sind, schuf Nettlau das Fundament für eine umfassende und international ausgerichtete Geschichtsschreibung des Anarchismus.

Doch Nettlau beschäftigte sich nicht nur als Historiker mit den anarchistischen Ideen anderer, sondern als Anarchist und libertärer Sozialist entwickelte und vertrat er auch eigene anarchistische Ideen, mit denen er Einfluss auf die Entwicklung der internationalen anarchistischen Bewegung zu nehmen versuchte. Nachdem Nettlau bis Mitte der 1890er Jahre eher ein Anhänger des kommunistischen Anarchismus gewesen war, entwickelte er in der Folgezeit ein eigenständiges Anarchismuskonzept, das heute als „Anarchismus ohne Adjektive“ bekannt ist und das auf ein tolerantes Mit- und Nebeneinander der verschiedenen anarchistischen Strömungen abzielte.


Werner Onken (geb. 1953) ist ein deutscher Ökonom, Autor und Herausgeber. Er stellte u. a. die 18-bändige Gesamtausgabe der Schriften des freiwirtschaftlichen Sozialreformers Silvio Gesell (1862–1930) zusammen und gab diese im Verlag für Sozialökonomie (Hann.-Münden / Lütjenburg) heraus.


Rolf Raasch, geb. 1953, lebt in Berlin. Soziologe, Sozialtherapeut, Anarchismusforscher. Er ist Mitbegründer des Libertad Verlages und des Libertären Forums Berlin, und er übernahm und leitete später den OPPO-Verlag in Berlin.


Jochen Schmück, geb. 1953, lebt in Potsdam. Nach einer Lehre als Kupferdrucker war er in verschiedenen Berufen tätig, u.a. als Rangierarbeiter und Altenpflegehelfer. Erlangung des Abiturs auf dem 2. Bildungsweg, danach Studium der Kommunikationswissenschaften, Geschichte und Politologie an der Freien Universität Berlin. Verleger und Herausgeber von Veröffentlichungen des Libertad Verlages. Mitbegründer des Forschungs- und Dokumenta­tionsprojektes „Datenbank des deutschsprachigen Anarchismus (DadA)” und des DadAWeb, des Onlineportals für Anarchie- und Anarchismusforschung. Für seine verlegerische Arbeit wurde er von der Erich-Mühsam-Gesellschaft gemeinsam mit Andreas W. Hohman von der Edition AV mit dem Erich-Mühsam-Preis 2013 ausgezeichnet.


Maurice Schuhmann, geb. 1978, ist studierter und promovierter Politikwissenschaftler mit philosophischer Ausprägung. Nach einem mehrjährigen Aufenthalt in Frankreich lebt er wieder in Berlin und arbeitet in der Erwachsenenbildung (Berufsschulen, Volkshochschulen) sowie als Lehrbeauftragter an mehreren Universitäten. Er forscht seit mehreren Jahren zum klassischen Anarchismus – vorrangig zu Max Stirner, Pierre-Joseph Proudhon, Alternativpäda­gogik und Individualanarchismus. Seit Oktober 2018 ist er Herausgeber des Lexikons der Anarchie.


Gerhard Senft, geb. 1956, lebt in Wien. Mehrjährige Berufstätigkeit als Ingenieur im Industrieanlagenbau. Studium der Volkswirtschaft an der Wirtschaftsuniversität Wien. Seit 1989 Lehrbeauftragter am Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte. 2001 Theodor Körner-Preis für den Fachbereich Wirtschaftswissenschaften.


Václav Tomek, geb. 1942, lebt in Prag und ist ein tschechischer Historiker, der sich speziell mit der Entwicklung des tschechischen und internationalen Anarchismus am Ende des 19. und am Anfang des 20. Jahrhunderts sowie dessen Ideenresonanzen beschäftigt hat. Er studierte an der Pädagogischen Fakultät in Budweis sowie Philosophie und Geschichte an der Philosophischen Fakultät der Karls-Universität in Prag und ist Mitarbeiter des Philosophischen Instituts der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik.


Andreea Zelinka arbeitet im Roten Antiquariat Wien, ist in der Menschenrechts- und anti-kapitalistischen Bildungsarbeit tätig und schreibt seit Kurzem in ihrem Blog ZurAbwechslung über Lesefrüchte.


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