Die espero-Autor:innen

Die Autor:innen, deren Namen mit einem Link versehen ist, haben eine Autor:innenseite im Onlineshop des aLibro-Buchversands, auf der Du ihre über aLibro lieferbaren Buchtitel findest und direkt erwerben kannst. Wenn Du ebenfalls als Autorin oder Autor in der undogmatisch-libertären Zeitschrift  espero publizieren möchtest, dann findest Du auf dieser Seite weiterführende Infos. Folgende Autor*innen haben  bereits Beiträge für espero verfasst: 

A-G


Erik Buelinckx, geb. 1959, ist ein belgischer Anarchist und Kunsthistoriker. Er interessiert sich vor allem für die Beziehung zwischen Kunst und Anarchie, in Belgien und anderswo, von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Zweiten Weltkrieg und die unmittelbare Zeit danach. Er lebt in Brüssel und versucht von Zeit zu Zeit, hinter seinen Büchern hervorzukommen, um an einer anarchistischen Aktion teilzunehmen.


Avram Noam Chomsky (geb. 7. Dezember 1928 in Philadelphia, Pennsylvania, USA) ist emeritierter Professor für Linguistik am Massachusetts Institute of Technology (MIT). Neben seiner Arbeit als Sprachwissenschaftler betätigte sich Chomsky als Theoretiker einer libertären Transformation der Gesellschaft. Er bezeichnet sich selbst als libertären Sozialisten mit Sympathien für den Anarchosyndikalismus, und er ist Mitglied der libertär-unionistischen Gewerkschaft Industrial Workers of the World (IWW). Chomsky gilt als einer der bedeutendsten Intellektuellen der politischen Linken in den USA und ist seit dem Vietnamkrieg als scharfer Kritiker der US-amerikanischen Außen- und Wirtschaftspolitik international bekannt. Nach Angaben des Arts and Humanities Citation Index von 1992 ist Chomsky im Zeitraum zwischen 1980 und 1992 die am häufigsten zitierte lebende Person der Welt gewesen.


Roeland Hugo Gerrit (Roel) van Duijn (geb. 20. Januar 1943 in Den Haag) ist niederländischer Autor, der nach 60 Jahren politischer Aktivität heute auch als Therapeut tätig ist. In den frühen 1960er Jahren war er in der Friedensbewegung aktiv und arbeitete als Redakteur bei der anarchistischen Zeitschrift De Vrije Socialist. Ab 1963 studierte er Politische Wissenschaft und Geschichte in Amsterdam. Dort begründete er 1965 gemein­sam mit anderen die Provo-Bewegung. Mit ihren öffentlichkeitswirksamen Protestspektakeln erlangten die Provos bis 1967 internationale Ausstrah­lungskraft für die rebellierende Jugend. Die programmatische Aus­richtung der Provos an einem zeitgemäß erneuerten Anarchismus, an Öko­logie und konstruktiver Stadtpolitik wurde wesentlich von Van Duijns Texten geprägt. Das gleiche galt für die Kabouter-Bewegung, die er 1969 ins Leben rief. In der Folgezeit war Van Duijn vor allem als Kommunalpolitiker sowie als biologischer Landwirt tätig.


David R. Graeber (1961-2020) war Professor für Anthropologie und lehrte bis Juni 2007 an der Yale University (Connecticut, USA), bis sein Vertrag trotz einer weltweiten Solidaritätskampagne nicht verlängert wurde. Danach lehrte Graeber bis 2013 am Goldsmith-College in London und übernahm anschließend eine Lehrstelle am Fachbereich für Anthropologie an der London School of Economics. Graeber verstand sich als Anarchist und er war als solcher insbesondere im angloamerikanischen Raum politisch aktiv. So beteiligte er sich 2002 an den Protesten gegen das Weltwirtschafts­forum in New York City, und er gehörte 2011 zu den Mitbegründern der internationalen Occupy-Bewegung. Zudem war er Mitglied der libertär-unionistischen Gewerkschaft Industrial Workers of the World (IWW) und der 2012 gegründeten International Organization for a Participatory Society (IOPS), die für kollektive Selbstverwaltung, Egalitaris­mus, Solidarität, Diversität, ökologische Verantwortung und Internatio­nalismus eintritt. International bekannt wurde David Graeber vor allem durch seine Bücher, insbesondere durch seinen 2011 veröffentlichten Welt­bestseller Schulden – Die ersten 5000 Jahre, mit dem er vor dem Hinter­grund der globalen Finanzkrise eine grundsätzliche und damit system­kri­tische Studie über das Wesen von Geld und Kredit vorgelegt hat. Auch seine in den Folgejahren veröffentlichten Bücher wurden internationale Bestseller. David Graeber ist am 2. September 2020 im Alter von 59 Jahren auf einer Urlaubsreise in Venedig gestorben.


Gerald Grüneklee ist in Göttingen aufgewachsen, gelernter Einzelhandelskaufmann, ungelernter Jobber in diversen Bereichen, gegenwärtig Sozialpädagoge, Buchhändler und „freier“ Autor. 

H-K

Markus Henning, geb. 1963. Soziologe und Dipl.-Kaufmann. War in Berlin im Libertären Forum und bei der Bibliothek der Freien aktiv. Lebt seit 2014 in Frankfurt am Main. Ist Hausmann, liest gerne Bücher, interessiert sich für Philosophie, Anarchismus und Freiwirtschaft.


Thomas (Thom) Holterman (geb. 1942) ist ein niederländischer Antimilitarist, Freidenker und libertärer Rechtswissenschaftler. Bis Ende 2002 bekleidete er eine außerordentliche Professur an der Erasmus-Universität in Rotterdam. Schwerpunkt seiner Lehr- und Forschungstätigkeit war die Beziehung zwischen Anarchismus und Recht. Bis heute beschäftigt ihn die Frage, ob und in welchem Umfang der Anarchismus als Theorie und soziale Bewegung eine Bedeutung für Recht und Rechtsauffassungen haben kann. Seit 1974 war Thom Holterman fester Mitarbeiter bei der anarchistischen Vierteljahreszeitschrift de AS, die nach 48 Jahrgängen Ende 2020 ihr Erscheinen einstellte. Er schreibt u.a. auch Artikel und Buchbesprechungen für die niederländische Website für Kultur, Politik und Anarchismus Libertaire orde (online).


Ewgeniy Kasakow, geb. in Moskau, promovierte im Jahr 2017 an der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen zum Thema Oppositionsmodelle in der späten Sowjetunion. Im Anschluss arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Center for Comparative History and Political Studies (CCHPS) an der Universität Perm (Russland). Heute ist er als wissenschaftlicher Kurator beim Deutschen Auswandererhaus in Bremerhaven tätig. Veröffentlichungen u.a. in: konkret, Novyj Svet, Neprikosnovennij Zapas, testcard, kultura – Russland-Kulturanalysen, Voprosy istorii, Gai Dào, Svobodnaja Mysl, JahrBuch für Forschungen zur Geschichte der Arbeiterbewegung, Grundrisse, Streifzüge, Stanford Post-Soviet Post, Zeitschrift für GeschichtswissenschaftActa samizdatica, Spilne, Zonic, dekoder, Phase 2, Prokla, Neues Deutschland, Jungle World, analyse & kritik, Zeitschrift für Politische Theorie, Sozial.Geschichte Online, Jugendbewegung und Jugendkulturen. Jahrbuch, Trend,  Bremisches Jahrbuch, The New Past, Blätter für deutsche und internationale PolitikSyfo-Forschung & BewegungLichtwolf, ila, express und seit 2020 auch für unsere undogmatisch-libertäre Zeitschrift espero.


Jochen Knoblauch,  geboren und aufgewachsen in West-Berlin. Diverse Jobs. Seit ca. 1990 neben diversen Lohntätigkeiten Mitarbeit an verschiedenen Zeitschriften (espero, Contraste, GWR) und Herausgeber diverser Buch- und Broschürentitel.


Stephan Krall, geboren 1954 in Hamburg. Dort Studium der Biologie. Promotion an der Humboldt-Universität zu Berlin mit einer Arbeit über Schädlinge an Perlhirse in Niger (Westafrika). 38 Jahre beruflich tätig in der Entwicklungszusammenarbeit ("Entwicklungshilfe"), davon acht Jahre in Togo und Benin. Seit Januar 2020 in Ruhestand. In den 1970er Jahren aktiv in der anarchistischen und Umweltbewegung, u. a. mit der Herausgabe von Zeitschriften. Von 1989 bis 2019 aktiv als Gewerkschafter der ötv und ver.di. Unter anderem stellvertretender Betriebsratsvorsitzender, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender, und fast 30 Jahre Mitglied der Tarifkommission. Zahlreiche Veröffentlichungen zu wissenschaftlichen und politischen (anarchistischen) Themen.


Pjotr Alexejewitsch Kropotkin, geb. 1842 in Moskau, war Geograph, Revolutionär und einer der einflussreichsten Theoretiker des kommunistischen Anarchismus. 1874 Verhaftung aus politischen Gründen, 1876 Flucht nach England. 1901 Einladung vom Lowell-Instituts in Boston für eine Vortragsreihe über russische Literatur. Rückkehr nach Russland nach Ende der Revolution 1917. Kropotkin verstarb 1921 in 8. Februar 1921, Dimitrov (in der Nähe von Moskau).


Lenart J. Kučić ist ein slowenischer Journalist, Medienforscher und Pod­cast­-Produzent. Er lebt in Ljubljana, wo er auch für die Zeitschrift DISENZ als Mitherausgeber und Autor tätig ist.


Gabriel Kuhn wuchs in Österreich auf. Seit 2007 lebt er in Schweden. Zahlreiche Veröffentlichungen zum Anarchismus, darunter die Aufsatz- und Interviewsammlungen Vielfalt – Bewegung – Widerstand (2009) und Anarchismus und Revolution (2017).


N-S

Max Nettlau (1865-1944) wurde international vor allem als Historiker bekannt, der sich auf die Geschichte des modernen Anarchismus spezialisiert hatte. Sein historiografisches Hauptwerk ist die ab 1925 erschienene Geschichte der Anarchie. Mit dem auf sieben Bände angelegten Werk, von dem zu Lebzeiten des Autors nur die ersten drei Bände erschienen sind, schuf Nettlau das Fundament für eine umfassende und international ausgerichtete Geschichtsschreibung des Anarchismus.

Doch Nettlau beschäftigte sich nicht nur als Historiker mit den anarchistischen Ideen anderer, sondern als Anarchist und libertärer Sozialist entwickelte und vertrat er auch eigene anarchistische Ideen, mit denen er Einfluss auf die Entwicklung der internationalen anarchistischen Bewegung zu nehmen versuchte. Nachdem Nettlau bis Mitte der 1890er Jahre eher ein Anhänger des kommunistischen Anarchismus gewesen war, entwickelte er in der Folgezeit ein eigenständiges Anarchismuskonzept, das heute als „Anarchismus ohne Adjektive“ bekannt ist und das auf ein tolerantes Mit- und Nebeneinander der verschiedenen anarchistischen Strömungen abzielte.


Werner Onken (geb. 1953) ist ein deutscher Ökonom, Autor und Herausgeber. Er stellte u. a. die 18-bändige Gesamtausgabe der Schriften des freiwirtschaftlichen Sozialreformers Silvio Gesell (1862–1930) zusammen und gab diese im Verlag für Sozialökonomie (Hann.-Münden / Lütjenburg) heraus.


P. M. (Hans Widmer) ist ein Schweizer Autor, der sich in seinen Schriften häufig mit gesellschaftlichen Alternativentwürfen beschäftigt hat.


Rolf Raasch, geb. 1953, lebt in Berlin. Soziologe, Sozialtherapeut, Anarchismusforscher. Er ist Mitbegründer des Libertad Verlages und des Libertären Forums Berlin, und er übernahm und leitete später den OPPO-Verlag in Berlin.


Jochen Schmück, geb. 1953, lebt in Potsdam. Nach einer Lehre als Kupferdrucker war er in verschiedenen Berufen tätig, u.a. als Rangierarbeiter und Altenpflegehelfer. Erlangung der Hochschulreife auf dem 2. Bildungsweg, danach Studium der Kommunikationswissenschaften, Geschichte und Politologie an der Freien Universität Berlin. Verleger und Herausgeber von Veröffentlichungen des Libertad Verlages. Mitbegründer des Forschungs- und Dokumentations-Projektes „Datenbank des deutschsprachigen Anarchismus (DadA)” und des DadAWeb, des Onlineportals für Anarchie- und Anarchismusforschung. Für seine verlegerische Arbeit wurde er von der Erich-Mühsam-Gesellschaft gemeinsam mit Andreas W. Hohman von der Edition AV mit dem Erich-Mühsam-Preis 2013 ausgezeichnet.


Maurice Schuhmann, geb. 1978, ist studierter und promovierter Politikwissenschaftler mit philosophischer Ausprägung. Nach einem mehrjährigen Aufenthalt in Frankreich lebt er wieder in Berlin und arbeitet in der Erwachsenenbildung (Berufsschulen, Volkshochschulen) sowie als Lehrbeauftragter an mehreren Universitäten. Er forscht seit mehreren Jahren zum klassischen Anarchismus – vorrangig zu Max Stirner, Pierre-Joseph Proudhon, Alternativpäda­gogik und Individualanarchismus. Seit Oktober 2018 ist er Herausgeber des Lexikons der Anarchie.


Gerhard Senft, geb. 1956, lebt in Wien. Mehrjährige Berufstätigkeit als Ingenieur im Industrieanlagenbau. Studium der Volkswirtschaft an der Wirtschaftsuniversität Wien. Seit 1989 Lehrbeauftragter am Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte. 2001 Theodor Körner-Preis für den Fachbereich Wirtschaftswissenschaften.


Thomas Swann studierte politische Philosophie in Glasgow (Schottland) und in Nijmegen (Niederlande). 2015 promovierte er an der School of Manage­ment der University of Leicester (England). Zurzeit forscht er am Fachbereich für Politik, Geschichte und Internationale Beziehungen der Loughborough University (England). Sein aktuelles Thema sind basisdemokratisch und anarchistisch inspirierte Ansätze politischer Entscheidungsfindung und deren Potentiale im Kontext von Nationalstaaten. Sein besonderes Interesse gilt den Autonomiebestrebungen in Schottland und Katalonien sowie dem isländischen Experiment einer per Crowdsourcing entwickelten neuen Landesverfassung. Zuvor arbeitete Swann als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Anarchist Constitutionalising Project (Online), das darauf abzielt, gemeinsam mit anarchistischen Gruppen qualitativ neue Ansätze für das Verfassungsrecht zu entwickeln. Ein weiterer Schwerpunkt von Thomas Swanns Forschungen sind die Verbindungen zwischen Anarchismus und Organisationskybernetik. Dabei geht es ihm vor allem darum, eine „Anarchistische Kybernetik“ als Instrumentarium zum organisatorischen Verständnis linksradikaler sozialer Bewegungen einzusetzen. Thomas Swann ist Autor des Buches Anarchist Cyber­ne­tics. Control and Communication in Radical Politics (Bristol University Press, 2020).

T-Z

Sarthak Tomar ist Gewerkschaftsorganisator für die anarchosyndikalistische Muktivadi Ekta Morcha (MEM-IWA) im indischen Bhopal. Außerdem ist er aktiv bei Climate Justice Muhim.


Václav Tomek, geb. 1942, lebt in Prag und ist ein tschechischer Historiker, der sich speziell mit der Entwicklung des tschechischen und internationalen Anarchismus am Ende des 19. und am Anfang des 20. Jahrhunderts sowie dessen Ideenresonanzen beschäftigt hat. Er studierte an der Pädagogischen Fakultät in Budweis sowie Philosophie und Geschichte an der Philosophischen Fakultät der Karls-Universität in Prag und ist Mitarbeiter des Philosophischen Instituts der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik.


Siegbert Wolf, geb. 1954, Historiker und Publizist in Frankfurt am Main, Gründungs- und Vorstandsmitglied der Martin Buber-Gesellschaft. Zahlreiche Bücher u.a. über Judentum, Gustav Landauer, Martin Buber, Hannah Arendt, Jean Améry, Samuel Lewin sowie zur Frankfurter Stadtgeschichte: Hrsg.: Jüdisches Städtebild Frankfurt am Main (1996). Seit 2008 Herausgeber der Ausgewählten Schriften Gustav Landauers im Verlag Edition AV (Bodenburg/Nds.). Zuletzt Bd. 15: Meister Eckharts Mystische Schriften. In unsere Sprache übertragen von Gustav Landauer – Textkritische Ausgabe (2019) .


Andreea Zelinka arbeitet im Roten Antiquariat Wien, ist in der Menschenrechts- und anti-kapitalistischen Bildungsarbeit tätig und schreibt seit Kurzem in ihrem Blog ZurAbwechslung über Lesefrüchte.


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